Projekte
An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle und abgeschlossene wissenschaftliche Projekte des CEPS.
Nonprofit Governance Codes im Vergleich
In den letzten Jahren sind in vielen Ländern zumeist mehrere Governance Kodizes für Nonprofit-Organisationen entstanden. Für die Schweiz und Deutschland konnten insgesamt 15 Nonprofit Governance Kodizes festgestellt werden.
Die Vielzahl der Nonprofit Governance Kodizes gibt Anlass, die bestehenden Kodizes einer genaueren Analyse zu unterziehen um Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Dabei richtet sich der wissenschaftliche Fokus dieses Projektes insbesondere auf die inhaltliche Gestaltung und den Verfasserkreis der einzelnen Kodizes. Im Zentrum stehen die folgenden wissenschaftlichen Fragestellungen:
1. Welche unterschiedlichen inhaltlichen Ausprägungen lassen sich zwischen einzelnen Governance-Kodizes feststellen?
2. Welchen Einfluss hat der Verfasserkreis des Kodex auf seine inhaltliche Ausrichtung?
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Transformationen von Vereinen zu Stiftungen
Vereine und Stiftungen sind die gängigen Rechtsformen gemeinnütziger Organisationen, wobei wesentliche Unterschiede sowohl unter rechtlichen wie auch unter Governance-Aspekten bestehen. Obwohl es in der Schweiz wesentlich mehr Vereine als Stiftungen gibt, lässt sich in den letzten Jahren ein Trend zu Stiftungen nachweisen. Dabei handelt es sich nicht immer um Neugründungen, sondern auch um Transformationen von Vereinen zu Stiftungen.
In diesem Forschungsprojekt werden die Folgen von Transformationen aus juristischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive untersucht. Aus rechtlicher Sicht stellt sich aufgrund der Mitgliederlosigkeit die elementare Frage, wie die Rechte der ehemaligen Vereinsmitglieder gewahrt werden können und wie sich die Transformation auf die Kontrolle und Verantwortlichkeit ausübt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird analysiert, wie sich die Transformation auf die fünf Bereiche des strategischen Managements (Organisation, Führung, Willensbildung/-sicherung, Steuerung und Innovation) auswirken.
Zielsetzung dieses Projekts ist es, effiziente Vorgehensweisen für Transformationen zu ermitteln und Faktoren zu erarbeiten, die Hinweise auf den Nutzen und die Durchführbarkeit einer Transformation geben.
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Foundations building Social Capital
Dieses Projekt untersucht in mehreren Phasen, wie Stiftungen zur Bildung von sozialem Kapital beitragen. Unter sozialem Kapital werden allgemein jene sozialen Netzwerke, Normen und das Vertrauen verstanden, womit gemeinsame gesellschaftliche Ziele besser erreicht werden können. Die Ausgangshypothese lautet, dass Aktivitäten von Förderstiftungen in den meisten Fällen Investitionen in soziales Kapital sind, d.h. sie
- fördern Kooperationen, Wissenszuwachs, Verständigung und die gesellschaftliche Entwicklung oder
- stellen Know-how, Kontakte, Begegnungsräume und finanzielle Ressourcen bereit. Die Förderleistungen von Stiftungen sind somit eine Transformation von finanziellem Kapital in soziales Kapital.
Zur Überprüfung dieser Aussage wird in einer ersten Phase anhand von Fallbeispielen untersucht, inwiefern soziales Kapital durch Stiftungsprojekte entsteht und welche Bedeutung dies für den Erfolg der jeweiligen Projekte hat.
Anschliessend sollen mit Hilfe einer quantitativ-empirischen Umfrage untersucht werden, wie Stiftungen die Förderung und Bereitstellung von sozialem Kapital managen können.
Der Schweizer Stiftungsreport
Wie in anderen Ländern auch erlebt der Schweizer Stiftungssektor seit einiger Zeit ein deutliches Wachstum – nicht nur grössenmässig, sondern auch in seiner Wahrnehmung. Erst seit wenigen Jahren unterliegt das Schweizer Stiftungswesen einer regelmässigen Erhebung über Entwicklungen, Veränderungen und gesellschaftlicher Bedeutung. Für eine profunde wissenschaftliche Arbeit sind diese Grundkenntnisse über den Stiftungssektor wesentlich, um Untersuchungsergebnisse im Gesamtkontext verstehen und einordnen zu können.
Zusammen mit SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen und dem Zentrum für Stiftungsrecht gibt das CEPS jährlich den Schweizer Stiftungsreport heraus. Er enthält aktuelle Zahlen, Fakten und Trends und soll zur besseren Wissensgrundlage im Stiftungswesen beitragen. Dabei geht es nicht nur um eine zahlenmässige Aufarbeitung, sondern auch um die Abbildung inhaltlicher und funktionaler Zusammenhänge im Stiftungssektor und darüber hinaus.
Foundation Evaluation
Anders als in privaten Unternehmen, gestaltet sich die Wirkungsmessung in NPO, wegen der Art der Messobjekte und -ziele, schwierig. In Förderstiftungen stellt die trilaterale Förderstruktur für die Erfolgsmessung eine zusätzliche Herausforderung dar. Das heisst, dass Förderstiftungen nicht direkt Projekte ausführen, sondern eine Organisation oder Person unterstützen, die ihrerseits operativ tätig wird.
Das von der Stiftung Mercator Schweiz geförderte Forschungsprojekt Foundation Evaluation untersucht die Möglichkeit der Messung von solchen trilateralen Projektförderungen.
In einem ersten Schritt wird eine Übersicht über die in NPO häufig verwendeten Evaluationsmethoden erstellt. Später folgen qualitative und quantitative Untersuchungen zur Wirkungsmessung in Schweizer Förderstiftungen. Als Ergebnis der Forschungsarbeit wird ein besseres Verständnis der Wirkungsweisen von Stiftungen in der Schweiz und Handlungsanweisungen zur Wirkungsmessung erwartet.
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Management-Dimensionen in NPO
Das Management von NPO hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt und professionalisiert. Daher ist es an der Zeit zu überprüfen, welchen Einfluss unterschiedliche Management-Dimensionen auf den Erfolg einer Organisation haben und welche Kriterien die Gestaltung der einzelnen Management-Dimensionen beeinflussen.
Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Erhebung bei Schweizer Nonprofit-Organisationen durchgeführt, die ein Gütesiegel haben. Damit sollte gewährleistet werden, dass nur Organisationen erfasst werden, die einen gewissen Professionalisierungsgrad erreicht haben und zudem auf Fundraising angewiesen sind. Insgesamt haben von 520 angeschriebenen Organisationen 180 geantwortet, was eine erfreuliche Rücklaufquote von 34,6% ergibt. Die Ergebnisse der Studie wurden im Lauf des Jahres 2010 auf wissenschaftlichen Konferenzen vorgestellt.
Koordination von Freiwilligen
Organisationen stehen vor der Herausforderung, Freiwillige einzubinden und „professionell zu managen“. Dabei muss eine Balance gefunden werden zwischen den Bedürfnissen der Freiwilligen und deren der Organisation. Konkrete Praktiken des Personalmanagements werden auf den Kontext der Freiwilligenkoordination übertragen. Seltener wird thematisiert, wie der Organisationskontext Freiwillige beeinflusst, z.B. durch Arbeitsweisen, Autoritätsverhältnisse und (unklare) Erwartungshaltungen.
Dieses Forschungsprojekt untersucht, wie der Organisationskontext freiwilligenfreundlich gestaltet werden kann und wo die Grenzen des Handlungsspielraums der Freiwilligenkoordination liegen.
Dazu wurde in einem ersten Schritt eine Literaturanalyse zu organisationalen Faktoren, welche Freiwillige beeinflussen, erstellt. In einem zweiten Schritt wird ein Messinstrument entwickelt, um – neben den konkreten Managementpraktiken - freiwilligenfreundliche Einstellungen und Grundhaltungen in einer Organisation zu erfassen. In einem dritten Schritt wird der Einfluss von schwer änderbaren Eigenschaften von Organisationen auf die freiwilligenfreundlichen Einstellungen und Managementpraktiken untersucht und in Relation zur Qualität der Freiwilligenkoordination gesetzt.






