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Ist Wirkung gleich Wirkung?

Präsentierende und Zuhörende in hellem Seminarraum

Im Rahmen eines Kolloquiums bei Prof. Georg von Schnurbein haben Studierende der Universität Basel drei verschiedene Wirkungsmessungsmethoden an einem realen Nonprofit-Projekt durchgeführt. Das K5 Basler Kurszentrum führt regelmässig den «Deutschkurs kompakt» durch, der die Teilnehmenden bei der sozialen und beruflichen Integration unterstützen soll.

Die Studierenden erhielten umfangreiche Unterlagen zum Kurs, darunter auch eine eigens durchgeführte Erhebung bei den Teilnehmenden des Deutsch-Kurses zur Einschätzung des Nutzens des Angebots. Neben eine Einführung zu Wirkungsmessungsmethoden besuchten die Studierenden das Kurszentrum und gewannen persönliche Einblicke in den Unterricht und die Zielsetzung der Organisation.

Gemeinsam wurde eine Theory of Change entwickelt und anschliessend drei Gruppen gebildet, die ein Program Outcome Model, eine Kosten-Wirkungsanalyse und einen Social Return on Investment erarbeiteten.

Zum Abschluss des Kolloquiums wurden die Ergebnisse der drei Methoden den Verantwortlichen von K5 Basler Kurszentrum präsentiert. Alle drei Methoden weisen einen positiven Wirkungseffekt für das Projekt aus. Der Vergleich der Methoden verdeutlichte gleichzeitig auch, dass die Aussagen zur Wirkung sehr unterschiedlich sind und verschiedene Informationen in die Bewertung einfliessen. In der Abschlussdiskussion wurde festgehalten, dass für die Zukunft eine verbesserte Standardisierung der Indikatoren notwendig ist und damit auch eine höhere Vergleichbarkeit geschaffen werden kann.

Insgesamt ist das Kolloquium ein grosser Erfolg mit konkretem Nutzen für die beteiligte NPO und einer weitreichend praktischen Erfahrung für die Studierenden.

Das CEPS bedankt sich bei allen Beteiligten!