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Philanthropie und Gesellschaft – angeregte Diskussionen in Bern und Luzern

Menschen hören Podiumsdiskussion zu

In der vergangenen Woche wurde die Veranstaltungsreihe zum zehnjährigen Jubiläum des CEPS in Bern und Luzern fortgesetzt.

 

In Bern war das CEPS Gast im Haus der Religionen, in dem der Austausch und die Kooperation über gesellschaftliche Grenzen hinaus das tägliche Leben bestimmt. Ziel des Gesprächsabends, der von Robert Schmuki vom CEPS moderiert wurde, war die Frage, was eine Gesellschaft über alle persönlichen und ideologischen Grenzen hinweg zusammenhält und welche Rolle die Philanthropie darin spielen soll. In der sehr kontrovers geführten Diskussion mit Philanthropin Ursula Streit, dem Leiter Haus der Religionen, David Leutwyler, der Kulturschaffenden Rahel Bucher sowie dem Jugendarbeiter Ivica Petrusic spaltete vor allem die Frage, in wie weit die Wirtschaft mit ihrem Konkurrenzmodell Gesellschaften auch schädigt, die Meinungen.

Gastgeber in Luzern war die Caritas Schweiz. In einem Vortrag stellte Dr. Odilo Noti, Kommunikationsleiter Caritas Schweiz aktuelle Zahlen zum Spendenwesen und zur Philanthropie in der Schweiz vor und formulierte mehrere Thesen zur Rolle der Philanthropie in der Gesellschaft. Dazu gehörte die Aufforderung, den eigenen Beitrag demütig und mit Zurückhaltung darzustellen oder eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Staat und Philanthropie. In der anschliessenden Diskussion mit Jürg Staub, CEO der Bank Reichmuth & Co, Prof. Dr. Georg von Schnurbein, CEPS und als Moderator Prof. Dr. Andreas Balthasar von Interface Politikstudien wurde die Bedeutung von Philanthropie weiter erörtert. Insbesondere ging es auch um die Frage des «Cui bono?», d.h. wer von Philanthropie profitiert und inwiefern auch die Philanthropin oder der Philanthrop selbst einen Nutzen haben kann.

Die CEPS-Tour 2018 geht mit Veranstaltungen in Chur in Zug in den kommenden zwei Tagen zu Ende. Weitere Informationen sind hier erhältlich.